Senkt Preisunterschiede zum Ausland
Teure Bücher in der RomandieDie Romandie befindet sich seit vielen Jahren in einem deregulierten Markt. Bücher sind hier bis zu 40 Prozent teurer als in Frankreich und bis zu 20 Prozent teurer als in der Deutschschweiz. |
Preisüberwacher kontrolliert die PreisentwicklungSollte ein Verlag einen unverhältnismässigen Preis festsetzen, ist der Preisüberwacher zur Stelle. |
Sonderkonditionen für Schulen und Bibliotheken gesichertIm Vergleich zur heutigen Situation profitieren vor allem kleinere Bibliotheken und Schulen von der einheitlichen Rabattstruktur. |
Unterdurchschnittliche PreisentwicklungZwischen 1983 und 2007 betrug die Teuerung in der Schweiz 55 Prozent. Beim Buch waren es nur 15 Prozent. Der Preis für ein Konzertticket oder eine Tasse Kaffee ist in dieser Zeitspanne rasanter gestiegen. |
Schweizerinnen und Schweizer wollen Vielfalt
Nachdem im Mai 2007 die Preisbindung in der ganzen Schweiz aufgehoben worden ist, sind Bücher wechselkursbereinigt teurer geworden. Nur wenige Bestseller werden zu Dumpingpreisen verkauft – vor allem von Discountern und Internethändlern. Für die meisten Leserinnen und Leser ist der Preis für Bücher seit der Aufhebung der Preisbindung gestiegen. Die Preisbindung verhindert, dass nur ein kleines Dutzend Bestsellertitel im Preis reduziert wird, der Preis für die Mehrheit der Bücher aber steigt.
Preisentwicklung Bücher und allgemeiner Index
Quellen: www.destatis.de, Statistisches Bundesamt Deutschland, www.statistique-publique.fr und Livres Hébdo Nr. 733, www.statistics.gov.uk
Währungsvorteile weitergegeben
Seit Sommer 2010 sind die Listenpreise im Schweizer Buchhandel aufgrund des fallenden Euro-Kurses bereits um 20 Prozent gesunken. Ohne die Buchpreisbindung sind die Listenpreise jedoch nicht verbindlich. Der Einzelhandel kann also auch einen höheren Euro-Kurs für seine Preisgestaltung verwenden. Mit der Buchpreisbindung können sich Kundinnen und Kunden auf einen stabilen Umrechnungskurs verlassen. Die Preisunterschiede zum Ausland werden sinken.
Buchpreise in der Schweiz
Bücher werden in der Schweiz auch mit Preisbindung nie denselben Preis haben wie beispielsweise in Deutschland. Das hat mit dem unterschiedlichen Preisniveau der beiden Länder zu tun. In der Schweiz sind die Löhne und Mieten höher. So sind die an sich bereits tiefen Löhne für Buchhändlerinnen und Buchhändler (3950 Franken nach der Berufslehre) noch immer fast doppelt so hoch wie in Deutschland.
Preisentwicklung 1983 bis 2007 in Prozent (mit Preisbindung)
Quelle: Bundesamt für Statistik
Auch Amazon wird sich an die Preisbindung halten
Sämtliche Nachbarländer der Schweiz wenden die Buchpreisbindung an. Sie bieten guten Anschauungsunterricht dafür, dass Onlinebuchhandlungen sich an die Buchpreisbindung halten. Amazon als prominentes Beispiel hält sich in allen Ländern an die festgeschriebenen Preise.






