Stärkt Schweizer Buchhandlungen und Verlage
In sämtlichen Nachbarländern der Schweiz gilt die BuchpreisbindungDies aus einem einfachen Grund: Bücher sind nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturgüter. |
Schweizer Verlage brauchen ein gutes BuchhandlungsnetzGrosse Onlinehändler und Discounter setzen hauptsächlich auf Bestsellertitel und vermindern so die Chance für kleine Schweizer Verlage und unbekannte Nachwuchsautoren, ihre Bücher anzubieten. Das führt zu einer kulturellen Verarmung. |
Buchhandlungssterben in der RomandieIn der Westschweiz ist die Zahl der Buchhandlungen und Verlage seit der Aufhebung der festen Ladenpreise im Jahr 1993 deutlich zurückgegangen. |
Keine englischen Zustände in der SchweizIn Grossbritannien wurde der Buchmarkt 1995 komplett dereguliert. Die Konsequenz: Alleine seit 2005 wurden von seinerzeit 4000 Buchhandlungen 1800 geschlossen. |
Gleich lange Spiesse für die Schweiz
Schweizer Autoren, Verlage und Buchhändler stehen in ihren drei kleinen Heimmärkten mit übergrossen ausländischen Konkurrenten im Wettbewerb. Diese profitieren von ihrer Grösse und der Buchpreisbindung in ihren Heimmärkten. Ohne die Preisbindung können Schweizer Verlage und Buchhandlungen in diesem ungleichen Konkurrenzkampf vor allem auch im Interesse des Schweizer Kulturschaffens nur schlecht mithalten. Seit der Aufhebung der Buchpreisbindung im Jahr 2007 mussten in der Deutschschweiz bereits 13 Prozent der Buchhandlungen schliessen.
Länderübersicht Buchpreisbindung in Europa
Quelle: eigene Zusammenstellung
Verlage brauchen ein gutes Buchhandlungsnetz
Entscheidet sich die Schweiz gegen die Buchpreisbindung, heisst das, dass mittelfristig nur noch Filialisten und Discounter den Buchmarkt in der Schweiz prägen werden. Regionale Angebote und Spezialitäten werden auf ihrem Weg in das Buchhändlerregal auf der Strecke bleiben. Die Folge: Die Marktchancen für Schweizer Verlage verschlechtern sich weiter. Darunter leiden unmittelbar auch Schweizer Autorinnen und Autoren, die noch keinen grossen Namen haben.
Erstklassiger Fachhandel – hochstehende Arbeitsplätze
Die Buchbranche in der Schweiz ist ein solider, mittelständischer Wirtschaftszweig, der qualifizierte Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze anbietet. 450 Verlage mit rund 1500 Beschäftigten haben im Jahr 2010 knapp 10 000 Buchtitel publiziert. Rund 540 Buchhandlungen stellen 2400 Arbeitsplätze bereit. Darüber hinaus bildet die Branche jährlich rund 100 Lehrlinge aus.





